Merken An meinem Küchentisch saß ich eines Abends und starrte auf einen Blumenkohl, den ich eigentlich für eine Beilage gekauft hatte. Mein Partner war unterwegs, ich hatte Hunger auf Pasta, aber die übliche schwere Sahnesauce schien mir zu viel. Dann fiel mir ein Rezept ein, das ich einmal überflogen hatte: Blumenkohl im Ofen rösten und daraus eine Sauce machen. Es klang seltsam, aber ich war neugierig. Eine halbe Stunde später stand ich am Herd und probierte die cremigste, hellste Alfredo-Sauce, die ich je gemacht hatte.
Ich erinnere mich, wie ich dieses Gericht zum ersten Mal für Freunde kochte. Eine Freundin ist Vegetarierin und hatte genug von Tomatensaucen, die andere mochte keine schweren Gerichte. Ich servierte die Pasta ohne viel Ankündigung, und erst beim Nachtisch fragte jemand, was genau in der Sauce war. Als ich Blumenkohl sagte, schauten mich alle ungläubig an. Seitdem ist es mein Geheimtrick für skeptische Esser.
Zutaten
- 1 mittelgroßer Blumenkohl, in Röschen geschnitten: Er wird im Ofen goldbraun und süß, das ist die Basis für die seidige Textur der Sauce.
- 3 Knoblauchzehen, geschält: Mitröstet sie mit dem Blumenkohl, damit der Geschmack mild und karamellisiert wird, nicht scharf.
- 240 ml Vollmilch: Sorgt für Cremigkeit ohne die Schwere von Sahne, du kannst auch Pflanzenmilch nehmen, wenn du möchtest.
- 50 g geriebener Parmesan: Der salzige, nussige Käse macht die Sauce erst zur echten Alfredo.
- 30 g ungesalzene Butter: Gibt Geschmeidigkeit und einen Hauch von Butter-Luxus, teile sie für Rösten und Sauce auf.
- 340 g Fettuccine oder Pasta deiner Wahl: Breite Nudeln fangen die Sauce am besten ein, aber nimm, was du gerne isst.
- 1/4 TL gemahlene Muskatnuss: Ein winziger Hauch verleiht der Sauce Wärme und eine heimliche Raffinesse.
- 1/2 TL Salz, plus mehr nach Geschmack: Würze die Sauce großzügig, Blumenkohl braucht das.
- 1/4 TL schwarzer Pfeffer: Für einen leichten Biss, ohne zu dominieren.
- Gehackte frische Petersilie (optional): Frische und Farbe zum Schluss, sieht hübsch aus und schmeckt grün.
- Zusätzlicher geriebener Parmesan (optional): Weil man nie genug Käse haben kann.
Anleitung
- Ofen vorbereiten:
- Heize den Ofen auf 220 °C vor und lege ein Backblech mit Backpapier aus. So klebt nichts fest, und du sparst dir später das Schrubben.
- Blumenkohl rösten:
- Vermische die Blumenkohlröschen und ganzen Knoblauchzehen mit einem Esslöffel Butter, verteile alles gleichmäßig auf dem Blech. Röste 25 bis 30 Minuten, wende nach der Hälfte, bis alles goldbraun und zart duftet.
- Pasta kochen:
- Koche währenddessen die Nudeln in gut gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung. Behalte eine Tasse Nudelwasser zurück, bevor du abgießt, das wird später deine Rettung sein.
- Sauce mixen:
- Gib gerösteten Blumenkohl, Knoblauch, restliche Butter, Milch, Parmesan, Muskatnuss, Salz und Pfeffer in einen Mixer. Mixe alles, bis die Sauce komplett glatt ist, und füge nach und nach Nudelwasser hinzu, bis die Konsistenz dir gefällt.
- Sauce erwärmen:
- Gieße die Sauce in eine große Pfanne und erhitze sie bei mittlerer Hitze, bis sie leicht köchelt. Dann kommen die Nudeln dazu, schwenke alles gut durch, damit jede Nudel überzogen ist.
- Servieren:
- Richte sofort an, streue nach Belieben Petersilie und extra Parmesan darüber. Genieße den Moment, in dem alle den ersten Bissen nehmen.
Merken Einmal habe ich dieses Gericht an einem kalten Novemberabend gemacht, nachdem ich den ganzen Tag im Regen draußen war. Die Küche roch nach geröstetem Gemüse und Butter, und als ich die warme Pasta aß, fühlte es sich an wie eine Umarmung von innen. Seitdem ist es mein Wohlfühlessen, wenn ich etwas Leichtes, aber Tröstendes brauche.
Was du wirklich brauchst
Ein Backblech, ein Mixer oder eine Küchenmaschine, ein großer Topf zum Nudelkochen, eine Pfanne zum Schwenken und ein Sieb zum Abgießen. Das wars schon. Ich habe es einmal ohne Mixer versucht und mit einem Kartoffelstampfer gearbeitet, aber die Sauce wurde klumpig und nicht so samtig, also investiere lieber in den Mixer.
Allergien und Anpassungen
Dieses Rezept enthält Milch und Weizen aus der Pasta. Wenn du glutenfrei essen möchtest, nimm einfach glutenfreie Nudeln, die Sauce funktioniert genauso gut. Für eine milchfreie Version kannst du ungesüßte Pflanzenmilch, vegane Butter und veganen Parmesan verwenden, prüfe aber immer die Etiketten auf versteckte Allergene.
Ein paar letzte Gedanken
Die Sauce schmeckt am besten frisch, aber Reste kannst du im Kühlschrank zwei Tage aufbewahren. Beim Aufwärmen ein wenig Milch oder Wasser hinzufügen, damit sie wieder cremig wird. Ein Spritzer Zitronensaft vor dem Servieren hebt die Aromen noch einmal an, das habe ich durch Zufall entdeckt und seitdem nie mehr weggelassen.
- Probiere die Sauce, bevor du servierst, und würze nach, sie muss dich glücklich machen.
- Wenn du Reste hast, funktioniert die Sauce auch als Dip für Gemüsesticks oder als Brotaufstrich.
- Lass den Parmesan nicht weg, er ist das Salz und die Seele dieser Sauce.
Merken Dieses Gericht hat mir gezeigt, dass Leichtigkeit und Genuss keine Gegensätze sind. Es ist eine Umarmung auf dem Teller, ohne Reue danach.